29. Januar 2014 / Handel und Wirtschaft
PROKON Insolvenz - Anleger sollten aktiv werden

Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Der vom Amtsgericht Itzehoe im vorläufigen Insolvenzverfahren über das Vermögen der PROKON Regenerative Energien GmbH eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit, ob die Gesellschaft überschuldet bzw. zahlungsunfähig ist, sodass ein Insolvenzgrund vorliegt. Zudem hat der vorläufige Insolvenzverwalter zu klären, ob ausreichend Masse vorhanden ist, um ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Der Verwalter hat bereits mitgeteilt, dass derzeit weder Rückzahlungen noch Zinszahlungen an Anleger erfolgen werden.

Risikoanlage

Mittlerweile ist daher allen Beteiligten klar, dass es sich entgegen der Erwartungen bei der Zeichnung im Hinblick auf die ausgegebenen Genussrechte um eine äußerst riskante Kapitalanlage handelt. Im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens droht den betroffenen ca. 75.000 Anlegern im schlechtesten Fall der Totalverlust der jeweils gezeichneten Anlagen. Das Vertrauen der Anleger ist weitgehend zerstört. Entgegen dem mit Schreiben vom 11. Januar 2014 seitens der PROKON an die Anleger gerichteten Appell zur Abwendung einer Insolvenz haben diese offensichtlich nicht in ausreichender Zahl Kündigungen widerrufen oder gar Genussrechte erhöht.

Schadensersatzansprüche prüfen

 Um Rechtsnachteile im Laufe des weiteren Verfahrens zu vermeiden, sollten Anleger bereits jetzt ihre Handlungsmöglichkeiten überprüfen lassen. In jedem Einzelfall ist auch die Möglichkeit der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen beispielsweise im Zusammenhang mit fehlerhaften Prospektangaben im Rahmen der Platzierung der Genussrechte zu klären. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang zudem, ob auch Ansprüche gegenüber solventen Dritten, wie beispielsweise Finanzberatern oder Finanzvermittlern aus Beratungsverschulden geltend gemacht werden können.

Forderungsanmeldung vorbereiten

Sofern ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, müssen Fehler im Rahmen der vom Anleger durchzuführenden Forderungsanmeldung unbedingt vermieden werden. Es sind alle zulässigen Mittel auszuschöpfen, um die eigene Rechtsposition möglichst zu verbessern.

Wir raten deshalb allen Anlegern, zur Vermeidung von Nachteilen möglichst frühzeitig kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen, um zu retten, was zu retten ist. 

 

Autor: Professor Dr. Karsten Simoneit

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Professor Dr. Karsten Simoneit

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Honorarprofessor für Wirtschaftsrecht

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