20. Januar 2012 / Ehe, Familie, Lebensgemeinschaft
Scheinväter: Anspruch auf Benennung des biologischen Vaters nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung

Haben Scheinväter Unterhalt für ein fremdes Kind gezahlt, muss die Mutter nach einer erfolgreichen Vaterschaftsanfechtung den Namen des Mannes nennen, der als leiblicher Vater des Kindes in Frage kommt. Im vorliegenden Fall hatten die Parteien in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammengelebt. Auf Veranlassung der Kindesmutter erkannte der Scheinvater die Vaterschaft für ein angeblich gemeinsames Kind an. Nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung wollte der Scheinvater hinsichtlich der von ihm geleisteten Unterhaltszahlungen Regress beim leiblichen Vater nehmen. Da ihm der leibliche Vater nicht bekannt war, die Kindesmutter diesen aber unschwer benennen konnte, sprach der BGH (Urteil vom 09.11.2011 – XII ZR 136/09) dem Scheinvater einen Anspruch gegenüber der Kindesmutter auf Auskunft zur Person des leiblichen Vaters zu, um diesem einen Regress zu ermöglichen.

Autor: Martina Kurtz

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Martina Kurtz

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Fachanwältin für Familienrecht

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