03. Juni 2015 / Verbraucherrecht
Verpasster Flug: Airline muss bei Streik des Sicherheitspersonals nicht zahlen.

Kommt es durch einen Streik des deutschen Sicherheitspersonals am Flughafen zu einem Streik, der dazu führt, dass ein Flugzeug verpasst wird, schuldet die Airline keine Entschädigung. Dies stellte das Amtsgericht Hamburg, Aktenzeichen 36a C 462/13, klar. In dem vom Amtsgericht Hamburg entschiedenen Fall wollte ein Paar von Hamburg nach Nürnberg und von dort weiter nach Hurghada (Ägypten) fliegen. Wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen verpassten sie den Flug nach Nürnberg und mussten Ersatzflüge bezahlen. Sie verlangten von der Fluggesellschaft die Erstattung für die Ersatzflüge und eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht.

Zu Unrecht, urteilte das Amtsgericht Hamburg. Eine Annullierung des Fluges oder eine Verspätung habe nicht vorgelegen, so dass eine Ausgleichszahlung ausscheide. Auch die Ersatzflüge müsste die Airline nicht erstatten, da eine absichtliche Nichtbeförderung nicht vorläge. Das Paar traf nicht am Flugsteig ein, sondern nur bei der Sicherheitskontrolle. Diese würde von einer privaten Firma im Auftrage der Bundespolizei durchgeführt, auf deren Abläufe die Airlines keinen Einfluss hätten.

 

Autor: Martina Kurtz

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Martina Kurtz

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Fachanwältin für Familienrecht

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