02. Januar 2015 / Ehe, Familie, Lebensgemeinschaft
Verweigerter Umgang mit Familienhund begründet Herausgabeanspruch

In dem vom OLG entschiedenen Fall hatten sich die Eheleute nach ihrer Trennung um den Familienhund gestritten. Der Ehemann verweigerte seiner Ehefrau den Umgang mit der vierjährigen Malteserhündin Babsi. Die Ehefrau klagte auf Herausgabe der Hündin mit der Begründung, sie sei deren Alleineigentümerin, da sie die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten des Tieres überwiegend allein getragen habe. Dies sah das Gericht anders. Da sich beide Ehegatten zur Anschaffung des Hundes entschlossen hatten und sich auch beide um ihn gekümmert haben, betrachtete das Gericht den Hund als gemeinsames Eigentum der Ehegatten. Der Ehefrau wurde aber ein Herausgabeanspruch gegenüber ihrem Ehemann gem. § 1361 a Abs. 2 BGB aus Billigkeitsgesichtspunkten zugesprochen. Nach Auffassung des Gerichts ist diese Vorschrift, die die Verteilung von Haushaltsgegenständen bei Getrenntleben regelt, auf Haustiere sinngemäß anzuwenden. Es entspreche in diesem Fall der Billigkeit, den Familienhund der Ehefrau zuzusprechen, weil der Ehemann ihr den Hund ca. 1 ½ Jahre vorenthalten habe.

 

Autor: Martina Kurtz

Jetzt anfragen

Ihre Anfrage

Ihre Nachricht

Anrede

Vor- und Nachname

Unternehmen/Organisation

Telefon

E-Mail-Adresse

Straße

PLZ und Ort

Ihre Anfrage ist unverbindlich und anwaltskostenfrei. Wir teilen Ihnen kurzfristig mit, wie wir Sie im Hinblick auf ihre Anfrage unterstützen können. Erst durch ihre anschließende Bestätigung kommt ein Mandatsverhältnis zustande. Mit dem Absenden dieses Formulars akzeptieren Sie unsere Datenschutz-Richtlinien.

Martina Kurtz

Martina Kurtz
Fachanwältin für Familienrecht

SIMONEIT & SKODDA
Rechtsanwälte
Fachanwälte

03841 / 7600-0
wismar@simoneit-skodda.de
Dankwartstraße 22
23966 Wismar
Kontakt