27. Juni 2012 / Ehe, Familie, Lebensgemeinschaft
Geschiedenenunterhalt und ehebedingter Nachteil

Wird eine geraume Zeit vor Eheschließung eine Kinderbetreuung aufgenommen und kommt es dadurch zu einem Arbeitsplatzwechsel, kann dies einen ehebedingten Nachteil nicht begründen. Dies stellte der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss vom 07.03.2012 – XII ZR 25/10 klar. Die Karlsruher Richter entschieden, dass die Zeit der vorehelichen Kinderbetreuung der Ehedauer nicht zuzurechnen sei. Ein ehebedingter Nachteil könne sich insoweit nur aus der Fortsetzung der Kinderbetreuung nach der Eheschließung ergeben, soweit ein Ehegatte mit Rücksicht auf die Ehe und die übernommene oder fortgeführte Rollenverteilung auf eine Erwerbstätigkeit verzichte. In diesem Fall entstünde dem Ehegatten ein Nachteil, sofern er bei der Eheschließung im Hinblick auf die Rollenverteilung keine Erwerbstätigkeit aufnimmt und es dadurch zu einer dauerhaften Einkommenseinbuße kommt.

Autor: Martina Kurtz

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Martina Kurtz

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Fachanwältin für Familienrecht

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